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TITELVERTEIDIGER FORD BAUT IN MEXIKO FÜHRUNG IN MARKEN-WERTUNG DER RALLYE-WM AUS

  • Mikko Hirvonen: trotz Reifenschäden Tabellenführung behauptet
  • Jari-Matti Latvala: nach WM-Debütsieg nächsten Erfolg knapp verpasst

WIEN / Léon (MEX), 3. März 2008 Konstrukteurs-Weltmeister Ford hat seine Führung in der Marken-Wertung der Rallye-WM auch bei der Rallye Mexiko verteidigt. Der dritte Saisonlauf, ausgetragen in den Höhenlagen der Bergzüge rund um Léon, endete für Jari-Matti Latvala / Miika Anttila und Mikko Hirvonen / Jarmo Lehtinen – den beiden Fahrerpaarungen des Teams BP Ford Abu Dhabi – auf den Plätzen drei und vier. Während Weltmeister Sébastien Loeb (Citroën) vor dem Australier Chris Atkinson (Subaru) die erste Schotterveranstaltung des Jahres gewann, büßten Latvala und Hirvonen alle Chancen auf den Sieg durch technische Defekte und Reifenschäden ein.
Dabei sah es zumindestens am Ende der ersten Etappe noch ganz danach aus, als könnte Latvala seinen Coup von Schweden – wo der erst 22 Jahre alte Ford Focus-Pilot als
bisher jüngster Fahrer überhaupt einen Lauf zur Rallye-WM gewann – auch in dem mittelamerikanischen Land wiederholen. Trotz seiner wenig vorteilhaften Startposition, Jari-Matti ging hinter seinem Teamkollegen als Zweiter auf die acht extrem staubigen Wertungsprüfungen des Freitags, geigte der Youngster groß auf und setzte sich mit 9,6 Sekunden Vorsprung vor Loeb an die Spitze. „Der Erfolg von Schweden hat mein Selbstvertrauen enorm gesteigert, dennoch habe ich es ganz entspannt angehen lassen“, verriet das Riesentalent aus Tuuri. „Dass ich nun führe, ist für mich eher eine Überraschung – aber das Paket aus Auto, Reifen, Beifahrer und Fahrer funktioniert gut.“

Mikko Hirvonen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen ersten Rückschlag hinnehmen müssen: Ein schleichender Reifenschaden, ausgelöst von einem Felsbrocken auf der Fahrbahn, warf den Tabellenführer um gut 40 Sekunden bis auf Rang fünf zurück. „Ich weiß nicht, was ich getroffen habe, aber ein Stein beschädigte die Felge“, so der Finne.

Wie schwierig es ist, als Erster auf der Strecke für alle Nachfolgenden den Staub von der Piste zu wedeln, erfuhr Latvala ab Samstagmorgen. „Jetzt kann ich nachvollziehen, mit welchen Problemen Mikko gestern gekämpft hat“, stöhnte er bereits in der ersten Servicepause. „Auf den losen Steinchen, die die Fahrbahn noch bedecken, wechseln sich die Grip-Verhältnisse ständig ab. Dies ist speziell beim Anbremsen schwierig.“
Bereits auf der zweiten WP des Tages musste Jari-Matti die Führung an Loeb abtreten, bevor eine gebrochene Zuleitung des Turboladers in der WP 13 noch mehr Zeit kostete. „Gut ein Kilometer nach dem Start büßten wir ohne Vorwarnung Motorleistung ein – der Schlauch zwischen Ladeluftkühler und Turbo hatte sich gelöst“, so Latvala. „Unser Versuch, den Defekt zu reparieren, blieb erfolglos. Am Vormittag konnten wir es nicht mit Loeb aufnehmen, auf den saubereren Pisten nachmittags hätten wir attackiert. Aber unsere Zeit, diese Rallye zu gewinnen, ist offensichtlich noch nicht gekommen.“
Mikko Hirvonen hatte sich am Samstag schnell auf die vierte Position vorgeschoben, bis erneut zwei Plattfüße – einen Reifen musste der 27-Jährige noch in der Prüfung wechseln – für Zeitverlust sorgten. Damit hatte er sein Kontingent an Reservepneus für diesen WM-Lauf aufgebraucht. „Gleich zu Beginn der zwölften WP lag ein dicker Stein auf der Innenseite einer schnellen Rechskurve, wir hatten keine Chance und trafen ihn mit zwei Rädern. Dennoch werde ich versuchen, auf der Schlussetappe Henning Solberg den vierten Platz noch abzujagen.“

Gesagt, getan: Bereits auf der WP 17, der ersten WP des Sonntags, verkürzte der Ford Focus-Pilot den Rückstand auf seinen norwegischen Markenkollegen um 6,7 auf nur noch 9,2 Sekunden. „Durch die Absage der nächsten Prüfung aufgrund zu großer Zuschauermaßen gingen mir aber die WP-Kilometer aus“, so Mikko – und wurde dennoch Vierter, als auch Solberg von Reifenschäden eingebremst wurde. Eine Position, mit der Hirvonen seine Führung in der Fahrerwertung vor Sébastien Loeb behaupten konnte.
„Nach all dem Pech, das uns hier in Mexiko widerfahren ist, dürfen wir uns noch immer über ein gutes Resultat freuen“, resümmierte Malcolm Wilson, Direktor des Teams BP Ford Abu Dhabi. „Wir haben unsere Führung in der Markenwertung auf nunmehr zwölf Punkte ausgebaut und auch den Spitzenplatz von Mikko Hirvonen in der Fahrertabelle verteidigt. Die Schnelligkeit unserer Ford Focus RS WRC 07 lässt uns beruhigt dem kommenden WM-Lauf entgegen blicken, der Rallye Argentinien, die Ende März stattfindet.

Ergebnisse Rallye Mexiko, 3. von 15 Läufen zur Rallye-WM 2008:

1.

Loeb / Elena

Citroën C4 WRC

3:33.29,9

Stunden

2.

Atkinson / Prevot

Subaru Impreza WRC

1.06,1

min. zurück

3.

Latvala / Anttila

Ford Focus RS WRC 07

1.39,7

min. zurück

4.

Hirvonen / Lehtinen

Ford Focus RS WRC 07

3.38,7

min. zurück

5.

H. Solberg / Menkerud

Ford Focus RS WRC 07

4.57,9

min. zurück

6.

Wilson / Martin

Ford Focus RS WRC 07

6.28,9

min. zurück

7.

Villagra / Perez Companc

Ford Focus RS WRC 07

19.03,0

min. zurück

8.

Trivino / Salom

Peugeot 206 WRC

21.17,3

min. zurück

9.

Ogier / Ingrassia

Citroën C2 S1600

24.54,9

min. zurück

10.

Mölder / Miclotte

Suzuki Swift S1600

26.56,8

min. zurück

* = für Konstrukteurs-Wertung nicht nominiert

WM-Zwischenstand Fahrerwertung nach dem 3. von 15 Läufen:

Fahrer

Marke

Punkte

1.

Mikko Hirvonen

Ford

21

2.

Sébastien Loeb

Citroën

20

3.

Jari-Matti Latvala

Ford

16

4

Chris Atkinson

Subaru

14

5.

Gigi Galli

Ford

9

6.

Petter Solberg

Subaru

9

7.

François Duval

Ford

5

8.

Andreas Mikkelsen

Ford

4

WM-Zwischenstand Markenwertung nach dem 3. von 15 Läufen:

Marke

Punkte

1.

Ford

37

2.

Citroën

25

3.

Subaru

24

4.

Stobart-Ford

19

5.

Munchi's Ford

6

6.

Suzuki

5

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